Probemonat kündigen: Darauf sollte man achten

Probemonate oder Probeabos sind der ideale Weg, um einen Internetservice oder Streamingdienst besser kennenzulernen, bevor man sich für ein Abonnement entscheidet. Interessenten sollten aber vor allem bei den Kündigungsbedingungen auf bestimmte Kriterien achten.

Probemonat kündigen

Worauf Probekunden bei der Kündigung achten müssen

Probekunden von Abos, z. B. bei Streamingdiensten, sollten auf diverse Faktoren achten, insbesondere wenn es um die Kündigung geht. Auf diese Weise holen sie das meiste aus ihrem Probemonat heraus und tappen nicht versehentlich in eine Kostenfalle.

  • Es ist wichtig, die Laufzeit des Testzeitraums und die Kündigungsfristen genau zu recherchieren, um das Probeabo rechtzeitig zu kündigen und unerwünschte Extrakosten zu vermeiden. Das Angebot und damit die Abbuchungen verlängern sich ansonsten automatisch.
  • Probekunden sollten direkt herausfinden, wie sich das Abo kündigen lässt, damit sie nicht auf Probleme stoßen. Die meisten Anbieter sind mittlerweile transparent und machen es Kunden einfach, Abonnements zu kündigen. Weniger seriöse Dienstleister sind bezüglich der Kündigungsmöglichkeiten weniger offen. Falls diese Informationen vom Anbieter nicht selbst offengelegt werden, ist vorsichtig gefragt und es sollten andere Quellen wie z. B. Foren oder fachspezifische Webseiten wie diese herangezogen werden.  
  • Selbst bei kostenlosen Probemonaten und -abos müssen sich Nutzer häufig direkt zwischen Monats- und Jahresabos entscheiden. Damit sie nicht sofort für ein ganzes Jahr bezahlen müssen, falls sie die Kündigungsfrist doch verpassen, sollten sie sich zunächst für ein monatliches Paket entscheiden. Auf diese Weise zahlen sie ggf. nur einen geringeren Preis und können sich später noch für ein Jahrespaket entscheiden.
  • Es ist auch ratsam, die eigenen Bankkonten und Kreditkartenabrechnungen im Auge zu behalten. Somit kann man leicht erkennen, ob nicht ein Probeabo übersehen wurde, das bereits in ein bezahlpflichtiges Abonnement übergangen ist.

Leitfaden für die Kündigung eines Probemonats

Große, beliebte und seriöse Onlinedienste wie Streaming-Dienste machen es ihren Kunden mittlerweile sehr einfach, ein Abonnement zu kündigen. Mit dem folgenden Leitfaden lassen sich Abo-Verträge mit Dienstleistern wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, RTL+ u.v.m. schnell und leicht beenden.

  1. Mit den Nutzerdaten in das Nutzerkonto des jeweiligen Dienstleisters einloggen.
  2. Das eigene Kundenkonto aufrufen.
  3. Einen Menüpunkt aufrufen, unter dem sich die eigene Mitgliedschaft verwalten lässt. Darunter sollte eine Kategorie mit der Bezeichnung „Paket kündigen“, „Abo“ bzw. „Abonnement“ oder „Abos und Zahlungen“ zu finden sein, die aufgerufen werden muss.
  4. Einen Button oder Link mit der Aufschrift „Abonnement kündigen“ oder „Kündigen“ finden und anklicken.
  5. Viele Plattformen verlangen auf einer Folgeseite noch einmal eine Kündigungsbestätigung oder machen ein spezielles Sonderangebot, um die Kunden zur Fortsetzung des Abonnements zu bewegen. Wer das nicht möchte, sollte einen Bestätigungsbutton oder -link anklicken.
  6. Probekunden erhalten normalerweise noch eine Kündigungsbestätigung via E-Mail. Es ist ein wichtiger Beweis für die Beendigung des Vertragsverhältnisses. Wer keine entsprechende E-Mail erhält, sollte sich noch einmal vergewissern oder beim Kundenservice nachfragen.

Tipps für eine pünktliche Beendigung des Probemonats

Es gibt einige einfache Tricks, um jedes Probeabo rechtzeitig zu kündigen, bevor es in ein kostenpflichtiges Abonnement übergeht oder ungewünschte Zusatzkosten entstehen. Mit den folgenden Tipps behalten Testkunden stets den Überblick.

  • Sofort kündigen: Testkunden sollten das Abo sofort wieder kündigen, wenn sie sich gegen einen Service entscheiden. Selbst wenn sie sich noch nicht sicher sind, ob sie das Abo fortsetzen möchten oder nicht, kann eine vorzeitige Kündigung nicht schaden. Später können sie sich immer noch anders entscheiden. Auf diese Weise verpassen sie das Kündigungszeitfenster aber garantiert nicht und können die Plattform trotzdem bis zum Ende des Probezeitraums nutzen.
  • Kalendernotiz: Eine Erinnerung in einem physischen oder digitalen Kalender kann dabei helfen, den passenden Kündigungstermin nicht zu verpassen. Bei der physischen Variante muss es sich aber um einen Kalender handeln, der in regelmäßigen Abständen konsultiert wird, damit der Termin nicht übersehen wird. Digitale Kalender können dagegen mit einer Push-Nachricht an die ablaufende Kündigungsfrist erinnern.
  • Übersicht: Eine tabellarische Übersicht über alle Dienstleister mit den dazugehörigen Daten zum Ablauf des Probeabos und allen anderen wichtigen Informationen hilft dabei, den Überblick über die Testzeiträume nicht zu verlieren.
  • Abos unter den iOS- oder Android-Einstellungen: Unter den Einstellungen lässt sich eine Abo-Kategorie finden, wo alle abonnierten Apps aufgelistet sind. Praktischerweise können sie in der Regel auch auf diesem Wege gekündigt werden. Das gilt aber nicht für Abonnements, die man direkt auf der Website des jeweiligen Anbieters abgeschlossen hat.
  • Abo-Tracker: Sogenannte Abo-Tracker sind Apps, bei denen sich der Online-Service, eine Beschreibung und die Abo-Kosten eintragen lassen. Außerdem dürfen Nutzer festlegen, ob sie daran erinnert werden möchten, wenn und wann eine neue Zahlung ansteht, um den idealen Kündigungszeitpunkt abzupassen.