Streaming Dienste haben das Fernsehen und das Heimkino nachhaltig verändert. Nicht jedes Angebot entspricht aber den Interessen jedes Zuschauers. Probeabos sind ein guter Weg, um Streaming-Anbieter auszuprobieren und Kosten zu sparen. Es gibt aber immer weniger Möglichkeiten, um günstig diese Plattformen Serien und Filme auszutesten.
Inhaltsverzeichnis
ToggleDie wichtigsten Infos im Überblick
- kostenlose Probemonate oder -Wochen werden immer seltener angeboten
- kostenpflichtige Probeabos sind oft trotzdem die beste Möglichkeit um das Angebot zu testen
- oft bessere Angebote für Probemonate für Studenten oder längere Testphasen verfügbar
- Widerrufsrecht kann als Schlupfloch dienen
- Kündigung muss fristgerecht erfolgen
- Zahlungsdaten auch bei kostenlosen Probezeiträumen erforderlich
- Kündigung schnell über die Accounteinstellungen möglich
- mit Account-Sharing lassen sich beim Probeabo ggf. Kosten sparen
Was ist ein Streaming Probemonat?
Innerhalb des großen Angebots-Dschungels der Streamingdienste erfüllen der Probemonat und das Probeabo eine wichtige Funktion: Hiermit können potenzielle Kunden entscheiden, ob ihnen ein Streaming-Portal und dessen Inhalte gefallen. Anschließend dürfen sie den Service weiter nutzen oder kündigen. Diese Möglichkeit hat sich mittlerweile bei allen gängigen und neuen Streaming-Unternehmen etabliert.
Die kostenlosen Testzeiträume sind von Plattform zu Plattform oft unterschiedlich und reichen von 7 bis 30 Tage. Gelegentlich reicht das aber schon aus, um eine Staffel einer bestimmten Serie bzw. den ein oder anderen Film zu sehen, auf den man neugierig ist. Außerdem sind Mehrpersonen-Haushalte gelegentlich in der Lage, diese Optionen gleichzeitig in Anspruch zu nehmen und etwas Geld zu sparen. Diese Option bieten allerdings immer weniger Streaming-Plattformen Probemonate oder Probewochen an.
So unterscheidet sich das Probeabo
Nicht immer wird ein kostenloser Testzeitraum angeboten. Probeabos, unabhängig von der jeweiligen Laufzeit, sind meistens trotzdem die beste Möglichkeit um einen Streaming-Dienst zu testen. Interessierte müssen dazu ein bezahlpflichtiges Monatsabonnement abschließen, um den Service auszuprobieren. Es ist wichtig, die Monatsoption und nicht das Jahresabo zu wählen, um das Angebot möglichst kostengünstig auszuprobieren und schnell wieder zu kündigen, wenn dieser nicht den Erwartungen und Wünschen entspricht. Wer Kosten sparen möchte, sollte sich informieren, ob mehrere Profile bzw. Accounts in dem jeweiligen Abo enthalten sind und die Abonnementkosten mit anderen Personen teilen.
Diese Streaming-Dienste bieten noch einen kostenlosen Probemonat an
Im Laufe der letzten Jahre mussten wir leider feststellen, dass viele Streamingdienste keine Möglichkeit bieten, ihre Dienstleistungen kostenlos zu testen. Das war aber irgendwann zu erwarten. Marken wie Netflix, Sky bzw. WOW oder Disney+ sind mittlerweile fest etabliert und gehören zu den Standard-Abos für die meisten Verbraucher. Das ist bei uns nicht anders.
Deswegen waren wir aber besonders von dem großzügigen kostenlosen Angebot bei YouTube überrascht. Einzelpersonen dürfen den Streamingservice zwei Monate kostenlos nutzen und Familien mit bis zu fünf Personen oder Studierende können für 30 Tage das Premium-Abo austesten, erhalten im Gegenzug aber ein günstigeres Abo. Eine weitere löbliche Ausnahme unter den größten Streaming-Plattformen bildet Amazon Prime, die seinen Kunden 30 kostenlose Tage mit unterschiedlichen Streaminginhalte bietet. Wir haben uns aber noch weiter umgeschaut und festgestellt, dass Waipu TV und Zattoo, die Streaming-Anbieter von linearen TV-Sendern, ebenfalls weiterhin jeweils einen kostenlosen Probezeitraum von einem Monat anbieten.
Darüber hinaus haben wir noch einige Dienstleister gefunden, die ihren Nutzern immerhin einen Testzeitraum von einer Woche erlauben. Hierzu gehören Apple TV+, Paramount+, Joyn Plus, Crunchyroll und Mubi. Studierende haben bei Mubi sogar 30 Tage Zeit, um den Film-Streamingservice auszutesten. Insbesondere bei Kurzurlauben zuhause konnten wir uns auf diese Weise einige spannende Filme und Serien ansehen. 2 Tage gibt es immerhin noch beim Sport-Streamer Dyn. Das bot uns genügt Zeit, um das ein oder andere Basketball-Spiel und Fußball-Match live zu erleben.
Streamingdienste kostenlos testen - Angebote im Überblick
| Streaming-Anbieter | Kostenloser Probemonat bzw. Probeabo | Kosten |
|---|---|---|
| Amazon Prime | 30 Tage kostenlos | 8,99 Euro |
| Amazon Channels | Einzelne Channel in der Regel 7 Tage kostenlos | ab 1,99 Euro |
| Netflix | nicht verfügbar | ab 4,99 Euro |
| Apple TV+ | 7 Tage kostenlos | ab 9,99 Euro |
| WOW | nicht verfügbar | ab 9,98 Euro |
| Sky | nicht verfügbar | Kein Probeabo, nur Jahresverträge möglich (evtl. vom Widerrufsrecht Gebrauch machen – Widerrufsbestimmung und -frist beachten!) |
| Disney+ | nicht verfügbar | ab 6,99 Euro |
| Paramount+ | 7 Tage kostenlos | 7,99 Euro |
| DAZN | nicht verfügbar | – Unlimited: 44,99 Euro – Super Sports: 24,99 Euro |
| Magenta TV | Schaufensteroption: bestimmte Serienepisoden oder Sendungen lassen sich kostenlos austesten | – Flex-Abo ab 10 Euro |
| Magenta Sport | nicht verfügbar | – mit MagentaTV Vertrag: 12,95 Euro – ohne MagentaTV Vertrag: 19,95 Euro |
| RTL+ | Schaufensteroption: bestimmte Inhalte lassen sich kostenlos austesten | – Basic (Serien, Film & Shows): 5,99 Euro – Premium (Basic-Inhalte + Live TV & Live Sport) 8,99 Euro – Max: 12,99 Euro |
| Waipu TV | 30 Tage kostenlos (nur im Perfect Plus Abo) | ab 7,49 Euro |
| Zattoo | 30 Tage kostenlos | ab 6,99 Euro |
| Joyn Plus | 7 Tage kostenlos | 6,99 Euro |
| Dyn | 2 Tage kostenlos | ab 14,50 Euro |
| Crunchyroll | 7 Tage kostenlos | ab 6,99 Euro |
| Mubi | 7 Tage kostenlos (30 Tage für Studierende) | ab 13,99 Euro (ab 7,99 Euro für Studierende) |
| Youtube Premium | 2 Monate kostenlos für Einzelpersonen, 1 Monat kostenlos für Familien und Studierende | ab 12,99 Euro für Einzelpersonen, ab 23,99 für Familien, ab 7,49 Euro für Studierende |
Schlupfloch: Widerrufsrecht?
Nach § 355 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kannst du auch bei Streamingdiensten von einem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Dazu ist häufig nur eine E-Mail an den Anbieter oder die Nutzung einer Option auf der Website notwendig. Auf diese Weise bis du in der Lage, ohne Angabe von Gründen vom Abonnement zurückzutreten und die Abonnementkosten zu sparen sowie längere Abos testen, die eine Einstiegslaufzeit zwischen 6, 12 oder 24 Monaten haben. Die Widerrufsfrist beginnt mit dem Erhalt der Widerrufsbelehrung in Textform.
Achte aber darauf, dass du nicht einer Vertragsausführung vor dem Ablauf der Widerrufspflicht zustimmst, ansonsten verlierst du dein Widerrufsrecht. Hierbei kann es sich um eine ausdrückliche Zustimmung handeln oder um eine Kenntnisbestätigung, die zum Verlust des Rechts führt. Schau dir also die entsprechenden Vertragsbestimmung genau an.
Voraussetzungen für ein Probeabo
Normalerweise genügt schon eine Registrierung bei dem jeweiligen Streaming-Service, um mit der Probezeit zu beginnen. Dafür sind in der Regel lediglich folgende Nutzerdaten erforderlich:
- Name des Abonnenten
- E-Mail-Adresse
- Zahlungsdaten
Auch wenn für das Probe-Angebot zunächst nichts gezahlt werden muss, verlangen die meisten Portale dennoch Bank- bzw. Kreditkarteninformationen. Auf diese Weise geht das Probe-Abonnement direkt in ein kostenpflichtiges Abonnement über, sobald der Testzeitraum abgelaufen ist. Nutzer eines Probe-Abos sollten also früh genug wieder kündigen, wenn sie nichts bezahlen möchten. Die Funktionen lassen sich gewöhnlich nach der Kündigung bis zum Ende der Probezeit trotzdem weiter nutzen.
Selbstverständlich müssen einige technische Voraussetzungen erfüllt werden. Ein ausreichend schneller Internetanschluss sowie ein Übertragungsgerät, z. B. ein Smart TV, ein Computer, ein Smartphone oder Tablet, ein Amazon-Fire-TV-Stick oder Apple TV, reichen bereits aus.
Sparmöglichkeiten bei Streamingdiensten
Bei dem großen Angebot an Streamingdiensten ist es nur zu verständlich, dass Zuschauer bzw. Film- und Serienfans etwas Geld sparen möchten. Zum Glück gibt es neben dem Probemonat bzw. nach dem Testzeitraum noch weitere Alternativen.
Mehrere Familienprofile und Accounts teilen
Viele Streaming-Portale erlauben es, mehrere Familienprofile zu erstellen. Abonnenten, die in einem Haushalt leben, können unterschiedliche Inhalte zur selben Zeit auf zwei oder sogar bis zu vier verschiedenen Endgeräten streamen.
So etwas wie eine Grauzone stellt das sogenannte Account-Sharing dar. Hiermit teilt der jeweilige Plattform-Nutzer einen Account und die entsprechenden Kosten mit anderen Personen, die nicht in dessen Haushalt leben. Die Streaming-Anbieter verlieren dadurch Geld und User verstoßen damit meistens gegen die entsprechenden AGBs. Allerdings stehen den Unternehmen bisher keine technischen Optionen zur Verfügung, um dieses Vorgehen zu verhindern.
Streamingdienst nur gelegentlich abonnieren oder zwischen Anbietern wechseln
Manche Zuschauer möchten nur ein oder zwei bestimmte Serien sehen, die ihnen wichtig sind. In diesem Fall können sie die individuellen Streaming-Seiten, die den gewünschten Content anbieten, für einige Monate abonnieren und sofort wieder kündigen, sobald sie die Serie abgeschlossen haben.
Anstatt mehrere Streamingdienste auf einmal zu abonnieren, ist auch der Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern möglich. Das ist vor allem sinnvoll, wenn ein User wenig Zeit hat, um viele Serie auf einmal zu konsumieren – man zahlt also nur für die Abos, für die gerade Zeit vorhanden ist. In beiden Fällen hilft es, vorauszuplanen, um zu wissen, wann welche Serie startet und wann der passende Zeitpunkt für ein Abonnement gekommen ist.
Abonnement zurückstufen
Viele nutzen das teuerste Abo bestimmter Portale, um die Filme und Serien in der höchstmöglichen Auflösung anzuschauen. Oftmals reicht aber schon ein günstigeres Abo für eine HD-Bildqualität und eine 4K-Auflösung ist nicht unbedingt notwendig.