Startseite › Ratgeber › Risiken von Lifetime-Abos: Vorsicht bei lebenslangen Abonnements!
Abhängig vom Kunden können lebenslange Abonnements ein Schnäppchen oder eine Abschreckung sein. Was zunächst aber wie ein verlockendes Angebot aussieht, kann sich aber schnell zur Fehlinvestition entwickeln.
Lebenslange Abos kommen nicht unbedingt häufig vor. Für viele Verbraucher ist die Einmalzahlung aber verlockend. Auf lange Sicht sind sie aber nicht so vorteilhaft, wie sie auf dem ersten Blick erscheinen, zumindest nicht für die Kunden. Diese sollten in jedem Fall vorsichtig sein und aufpassen, an welche Anbieter und Plattformen sie sich binden möchten und ob es sich wirklich lohnt.
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ToggleLebenslange Abos sollen genau das anbieten, was die Bezeichnung verspricht: Kunden zahlen einmalig eine bestimmte Summe für einen Dienstleister oder einen Service und dürfen das Angebot zumindest theoretisch ein Leben lang nutzen. Zu den Unternehmen, die aktuell diese unbefristeten Abonnements ermöglichen, gehören unter anderem:
Auch wenn die Vorteile und Funktionen anfangs positiv aussehen, kann die Freude für das Angebot schnell abklingen. Ein Grund dafür ist häufig, dass andere Unternehmen irgendwann eine ähnliche App oder eine Plattform entwickeln, die bessere Funktionen und Extras offeriert als das lebenslange Abo zu bieten hat. Zwar kann man sich immer noch für die Alternative entscheiden, das Geld für das ursprüngliche Abonnement ist jedoch für immer verloren und lässt sich auch nicht mehr zurückholen.
Hinzu kommt, dass sich Unternehmen und die dazugehörigen Apps bzw. deren Funktionen auf eine Weise ändern können, die den Kunden nicht mehr gefallen. Eine Insolvenz ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Die lebenslangen Abos versprechen den jeweiligen Anbietern zwar kurzfristige Gewinne, ein langfristiges Wachstum ermöglichen sie aber nicht – die Kunden haben schließlich keinen Grund, mehr Geld auszugeben. Wenn das Unternehmen bankrott geht und den Service nicht mehr anbieten kann, gibt es auch kein lebenslanges Abo mehr.
Auf der anderen Seite kommt es insbesondere im Software- und Tech-Sektor häufig vor, dass ein einstiges Startup oder ein Entwickler von einem anderen Unternehmen oder Konzern aufgekauft wird. In einem solchen Fall können sich auch die Konditionen eines Lifetime-Abos zum Nachteil der jeweiligen Kunden ändern. Wenn der neue Anbieter keinen Grund darin sieht, das Abo in dieser Form fortzusetzen, hat der Abonnent sein Geld verloren.
Der VPN-Anbieter BulletVPN bot seinen Kunden beispielsweise 2023 ein lebenslanges Abonnement an, wurde aber von einem anderen Service übernommen. Der Zugang dieser Nutzer wurde gesperrt und der neue Besitzer sah keinen Gewinn darin, die unbefristeten Abonnements fortzusetzen. Zwar konnten diese Kunden für sechs Monate kostenlos zum konkurrierenden VPN-Anbieter Windscribe wechseln, aber es war nicht der Service, den sie sich für den Rest ihres Lebens gewünscht haben. Und davon gibt es noch viele weitere Beispiele, bei denen man letztendlich nicht das erhält, was man sich von einem lebenslangen Abo erwartet.
So reizvoll das Angebot eines lebenslangen Abos auch erscheinen mag, man sollte sich zurückhalten und genau überlegen, ob man sich wirklich für den Rest seines Lebens an ein Unternehmen binden möchten. Insbesondere im technologischen Bereich kann es immer wieder zu neuen Entwicklungen kommen, Konkurrenten einen besseren Service anbieten oder Apps aufgekauft werden. Letztendlich tragen in allen diesen Fällen die Abonnenten das Risiko und bleiben im schlechtesten Fall auf den Kosten sitzen. In manchen Fällen kann sich ein Lifetime-Abo auszahlen, jedoch meist fällt man damit auf die Nase.
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